Bilanz der Überschwemmung vom 25. Juli 2019 im Luxemburger Nationalarchiv

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Insgesamt 750 laufende Meter Archivgut wurden infolge einer Überschwemmung beschädigt, die sich am 25. Juli 2019 in einem Magazin des Nationalarchivs im fünften Untergeschoss der Tiefgarage Saint-Esprit zugetragen hat. Die betroffenen Dokumente wurden unverzüglich in den Räumlichkeiten der Provençale zwischengelagert und werden mittlerweile, bis zum Zeitpunkt ihrer Restaurierung, in Kühlräumen der CFL Multimodal in Bettemburg aufbewahrt.

Unter den wassergeschädigten Dokumenten befinden sich Bestände verschiedener Botschaften, historische Archivdokumente der Westeuropäischen Union, verschiedene Dokumente aus dem Bestand der Polizei, sowie die Zeitungssammlung des Nationalarchivs und zwei Privatbestände. Diese Dokumente können demnach nicht eingesehen werden. Die LeserInnen werden bei der Bestellung betroffener Dokumente darauf hingewiesen.

Das Ablassen des Kühlwassers (schätzungsweise 80 m3), welches für die Kogenerationsanlage, die sich im Heizturm des Gerichtsviertels befindet, genutzt wird, hat zur Überschwemmung des Magazins geführt. Dabei wurden die untersten Regalebenen überschwemmt.

Dank des schnellen Einsatzes des CGDIS, des Kanalisationsdienstes der Stadt Luxemburg sowie der Verwaltung für öffentliche Bauten, konnten die Ursache für die Überschwemmung schnell ausfindig gemacht und das Wasser abgeführt werden.

Die Mitarbeiter der Nationalarchivs wurden während der Sicherstellung der Archivdokumente tatkräftig von Mitarbeitern des Musée national d’Histoire et d’Art unterstützt.

Die betroffenen Räumlichkeiten konnten seitdem trockengelegt und die klimatischen Bedingungen wieder stabilisiert werden. Hiermit konnte eine Schimmelbildung verhindert werden.

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